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Eine Gemeinschaft des Maristenordens beginnt jeden Tag mit den Laudes und einem Gottesdienst. Die Patres und Brüder treffen sich dann wieder zum Mittagsgebet und am Abend zur Vesper. Soweit es die Arbeit zulässt, folgen alle Maristen diesem Ruf zum Salve Regina, von jeher eine Konstante im Ordensleben.

Gönnen auch Sie sich eine Zeit des Gebets und der stillen Andacht. Dafür veröffentlichen wir an dieser Stelle und im steten Wechsel inspirierende Zeilen aus dem maristischen Ordensleben.

Wer von uns hat schon Hunger, und nicht nur Appetit?
Wer weiß denn noch, wie Brot schmeckt, einfaches Brot?
Viele ernähren sich von Leckerbissen, nicht von Brot.

Wer sich nur den Magen füllt, der hat noch nichts im Herzen, der stirbt am Brot. Alle unsere Lebensmittel: das Leben vermitteln sie nicht! Man kann den Lebenssinn nicht essen! Wer keinen Sinn mehr hat, der hat das Leben satt.

Der Herr kennt unseren Hunger nach Leben. Er weiß, was wirklich nötig ist. Im Johannesevangelium nennt er sich selbst »eine Speise, die bleibt für das ewige Leben«.

Jesus will für uns so lebensnotwendig, so alltäglich sein wie Brot. So selbstverständlich, so einfach, so kostbar. Jesus ist kein leichtes Brot, kein Partyhäppchen, sondern Vollwert­kost. Man braucht Zeit und Ruhe zum Kauen und Verdauen, dann hält die Speise vor: eine ganze Ewigkeit!

Das Brot des Lebens ist geistige Vollwertkost; Jesus will uns in Fleisch und Blut übergehen, damit wir ein Herz und eine Seele werden.

Seit zweitausend Jahren gelingt es Menschen, Jesus zu ihrer Lebenssubstanz zu machen, an Gott ihren Hunger zu stillen: den Hunger nach Liebe, Gerechtigkeit, Geborgenheit, nach Sinn und Leben.

Ich wünsche uns, dass wir unseren Geschmack an Gott niemals verlieren – heute, morgen und in Ewigkeit.


Aus einer Predigt von Pater Josef Maria Merkl SM, Dessau
26. Juni 2018





Maristenpatres und -brüder
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Region Deutschland




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